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Das iPad-Kassensystem zum Festpreis

TSE etc.: Diese Kassen-Regeln kommen 2020.

Im neuen Jahr verschärfen sich erneut die Regeln für „elektronische Registrierkassen“. Was heißt das genau für Gastronomen? Wir fassen die wichtigsten Änderungen nochmals zusammen – und beleuchten die kommende Pflicht für einen Manipulationsschutz per „TSE“.

Ihr wisst ja vermutlich schon: Seit dem ersten Januar 2017 dürfen Gastronomen nur noch solche elektronischen Registrierkassen nutzen, die den Vorschriften der GoBD-Verordnung entsprechen. Das bedeutet die Kassen müssen Preise, Einzelumsätze usw. speichern und Änderungen an der Kasse selbst protokollieren können – und zwar über Zeiträume von wenigstens zehn Jahren (mehr dazu in diesem Blogpost!). Tip: Sofern Ihr roc.Kasse nutzt, erfüllt Ihr diese Anforderungen selbstverständlich!

2018 kam zu diesen Regeln eine weitere Hinzu: Seit dem ersten Januar 2018 dürfen die Finanzbehörden Eure Kassen jederzeit unangemeldet im Zuge einer sogenannten Kassen-Nachschau überprüfen. Die Nachschauen sind sozusagen ein neues Werkzeug der Steuerprüfung – und das wird seit Inkrafttreten der Regelung auch regelmäßig eingesetzt (wie wir aus entsprechenden Prüfer-Anfragen bei uns wissen ;)).

Jetzt vorberstellen: roc.TSE - das BSI-zertifizierte TSE-Modul für unsere iPad-Kasse

Drei wichtige Neuerungen in 2020

Im kommenden Jahr steht dann eine dritte Verschärfung der Regeln an: das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ kommt. Das bestimmt, dass elektronische Registrierkassen künftig über eine „zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung“ verfügen müssen, und ist somit die vielleicht wichtigste Änderung im neuen Jahr. Aber: Sie ist nicht die einzige: Auf Gastwirte eine „Belegausgabenpflicht“ sowie die Pflicht zur Meldung von Kassen bei den Finanzbehörden zu.

Hier die Einzelheiten:

  • „Belegausgabepflicht“: Ab dem ersten Januar 2020 gilt: Wenn Ihr „aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle“ mit einer Registrierkasse erfasst – also z.B. Umsatz- oder Stornobuchungen – dann müsst Ihr dem Kunden einen zugehörigen Beleg ausstellen. Wichtig hierbei: ob der Kunde den Beleg mitnimmt oder nicht, spielt für Euch hierbei keine Rolle.

  • „Kassen-Meldepflicht: Ebenfalls neu im neuen Jahr: Ihr müsst alle in Eurem Betrieb genutzten Kassen an das zuständige Finanzamt melden. Für Kassen, die Ihr bereits besitzt, habt Ihr dafür bis zum 31. Januar 2020 gemeldet Zeit; Kassen, die Ihr zukünftig erwerbt, bis spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme.

  • „Manipulationsschutz“: Und schließlich: der viel zitierte „Manipulationsschutz“: Ihr müsst sicherstellen, dass Eure elektronische Registrier Kasse zum 01.01.2020 über eine „zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung“ verfügt, die vor Kassenmanipulationen schützt.

Ist Eure Kasse „manipulationssicher“?

Eure elektronische Kasse erfüllt die gesetztlichen Anforderungen, wenn Sie über eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung – kurz: TSE – verfügt, die aus drei Teilen besteht: 1) einem „Sicherheitsmodul“, das dafür sorgt, dass Kassen-Eingaben umgehend aufgezeichnet und später nicht mehr verändert werden können. 2) Ein Speichermedium, das sämtliche Einzelaufzeichnungen für die gesetzlich bestimmte Aufbewahrungsdauer speichert. Und schließlich 3) eine digitale Schnittstelle, die einfache Daten-Exporte z.B. für Prüfungen ermöglicht.

Erfüllt Eure Kasse diese Anforderungen nicht, solltet Ihr umgehend eine Nachrüstung veranlassen – oder eine neue Kasse erwerben! Bei Verstößen gegen die neue Regel drohen nämlich Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Die gute Nachricht für alle diejenigen unter Euch, die roc.Kasse verwenden: unsere App wird die verlangte Sicherheitseinrichtung schon sehr bald bieten (vgl. unseren Newsletter zum neuen TSE-Modul)!

Wichtig: Ausnahme-Regelung für „jüngere“ Kassen!

Bevor Ihr jetzt Eure Alt-Kasse wegschmeißt – hier nioch ein Hinweis: Für einige Kassen besteht eine Ausnahmeregelung! Solltet Ihr Eure Kasse zwischen dem November 2010 und dem 31. Dezember 2019 neu erworben haben und diese nicht mit einer Sicherheitseinrichtung nachrüsten können, dann dürft Ihr diese Kasse noch bis Ende 2022 einsetzen. Also schaut nochmal genau nach, wann Ihr Eure Kasse gekauft habt.

*Update – Aufschub bis Oktober 2020?*

Ein kleines Update zum hier geschriebenen (ergänzt am 30.10.2019): Wie verschiedene Fachzeitungen vermelden, haben Bund und Länder sich darauf geeinigt, das Fehlen einer Technischen Sicherheitseinrichtung bis zum 30.09.2020 „nicht zu beanstanden“.

Heißt für Euch: Auch wenn die Kassensicherungsverordnung wie erwähnt zum 01. Januar 2020 in Kraft treten wird, gewährt der Gesetzgeber wohl einen „kleinen Aufschub“ bei der Umsetzung… Ob’s dabei bleibt? Wir werden Euch weiterhin informieren.

Wichtig in jedem Fall: die übrigen Vorschriften – d.h. die Bestanteile, die sich nicht auf die TSE-Pflicht beziehen – treten unseres Wissens nach wie gehabt zum 01. Januar in Kraft, was bedeutet: Ein zeitnahes Upgrade (mit dem roc.TSE-Modul-macht auf jeden Sinn!).

Alles klar?

Vielleicht ja nicht – die gesetzlichen Regelungen rund um die GoBD sind ja auch nicht wirklich einfach zu verstehen. Falls Ihr also noch Fragen habt, schickt uns am besten einfach eine kurze E-Mail, wir bemühen uns dann, euch zu helfen. Wichtig dabei: wir sind keine Rechtsanwälte, und können daher auch keine Rechtsberatung leisten! (Auch dieser Blogpost ist nur eine Zusammenstellung unseres Erfahrungswissens!).

Mehr zum Thema:

Unsere Hinweise hier beruhen u.a. auf einem Überblick zur „Registrierkassenpflicht“ in der Deutsche Handwerks Zeitung:

Bildnachweis

Foto von Iñaki del Olmo auf Unsplash